RELEASE sustainable innovation. VALUE our customers.

FeNCy-PEM – Herstellung und Einsatz von edelmetallfreien Fe-N-C-Katalysatoren

Ziel des Projekts

Im Projekt FeNCy-PEM entwickeln wir gemeinsam mit unseren Partnern innovative edelmetallfreie Eisen-Stickstoff-Kohlenstoff-Katalysatoren (Fe-N-C) für den Einsatz in PEM-Brennstoffzellen (Polymerelektrolytmembran).

Ziel ist es,

  • einen kontinuierlichen und skalierbaren Herstellungsprozess zu etablieren
  • und die entwickelten Materialien direkt in Fertigung und Anwendung der Brennstoffzellentechnologie zu integrieren

Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Wasserstofftechnologie und einer nachhaltigen Energieversorgung.

 

Neue Katalysatoren für wirtschaftlichere Brennstoffzellen

PEM-Brennstoffzellen spielen eine zentrale Rolle in der Nutzung von Wasserstoff und sind ein wichtiger Baustein für eine klimaneutrale Energiezukunft.

Die breite Markteinführung ist aktuell jedoch durch hohe Kosten begrenzt – insbesondere durch den Einsatz von Platin als Katalysator. Dieses Edelmetall ist nicht nur teuer, sondern auch mit Abhängigkeiten von globalen Lieferketten verbunden.

Das Projekt FeNCy-PEM setzt genau hier an:

  • Entwicklung von platinfreien Fe-N-C-Katalysatoren
  • Einsatz als Alternative in der Kathode von PEM-Brennstoffzellen
  • Ziel: Kostenreduktion, Skalierbarkeit und höhere Versorgungssicherheit

 

Vom Material zur industriellen Produktion

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines kontinuierlichen Herstellungsprozesses im Pilotmaßstab.

Innovativer Produktionsansatz

  • Ausgangsmaterial: Graphen
  • Modifikation durch Dotierung mit Eisen und Stickstoff
  • Ergebnis: katalytisch aktives Funktionsmaterial

Die Herstellung erfolgt über einen Plasmaprozess in der Gasphase, der entscheidende Vorteile bietet:

  • Kombination von Katalysator- und Trägerherstellung in einem Schritt
  • besonders geeignet für skalierbare industrielle Prozesse
  • effiziente und ressourcenschonende Produktion

 

Integration in moderne Fertigungsprozesse

Nach der Materialherstellung erfolgt die Weiterverarbeitung:

  1. Aufbereitung zu einer Katalysator-Tinte
  2. Verarbeitung im Rolle-zu-Rolle-Verfahren (Roll-to-Roll)
  3. Herstellung von:
  • Kathoden
  • Membran-Elektroden-Einheiten (MEA)

 

Dadurch wird die Materialentwicklung direkt mit industriellen Fertigungsprozessen verknüpft – ein entscheidender Schritt für die spätere Serienproduktion.

Praxistests und Anwendung

Ein zentrales Element des Projekts ist die Anwendung in realen Brennstoffzellensystemen.

Die hergestellten Komponenten werden systematisch geprüft auf:

  • Leistungsfähigkeit
  • Haltbarkeit
  • Eignung für den industriellen Einsatz

So verbindet FeNCy-PEM: Materialentwicklung + Prozessentwicklung + Anwendungstest –> entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

 

Beitrag zur Wasserstoffwirtschaft

Mit FeNCy-PEM schaffen wir die Grundlage für:

  • den Einsatz edelmetallfreier Katalysatoren
  • die Reduzierung von Systemkosten
  • eine stärkere Unabhängigkeit von kritischen Rohstoffen

Das Projekt unterstützt damit aktiv die technologische und wirtschaftliche Weiterentwicklung von Wasserstoff- und Brennstoffzellensystemen.

 

Projektinformationen

  • Projektname: FeNCy-PEM
  • Förderkennzeichen: EFRE-20801377
  • Förderprogramm: Innovationswettbewerb Industrie.IN.NRW
  • Laufzeit: 01.12.2025 – 30.11.2028

 

Projektpartner

  • Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e.V. (IUTA)
  • Westfälische Hochschule (WHS)
  • Laufenberg GmbH
  • ZBT – Zentrum für Brennstoffzellentechnik GmbH
  • ProPuls GmbH (assoziiert)

(Quelle: zbt.de/projects/fency-pem/)

 

Förderung

Dieses Projekt wird gefördert durch: Europäische Union & Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027

Kontakt

Dr. Sebastian Kohsakowski

Leiter Forschung & Entwicklung